Abra Makava – mit nachhaltigem Eistee zum Erfolg

Die meisten Artikel über www.makava.at fangen mit einem Hangover als Aufhänger an. Denn die Idee des Eistees auf Mate Basis entstand nach einer langen Nacht. Nun gibt es keine Zahlen, ob Schnapsideen erfolgreicher sind als jene, die nüchtern geboren wurden. Aber zu Makava aus Graz (Österreich) gibt es Zahlen: 2 Millionen verkaufte Flaschen in 2014. Beeindruckend für ein Unternehmen, dass es seit 14 Jahren gibt, aus dem Partygedanken erwachsen ist und vor 3 Jahren seine Rezeptur und seinen Auftritt erst final gefunden hat. Und sich komplett dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat.

Um über Hangover, die Liebe zu Leoben, Kampf zwischen afrikanischem Zuckerrohr und österreichischer Zuckerrübe und Wachstum zu sprechen, traf ich vor einiger Zeit Agnes von Makava. Hier die Notizen unseres Gesprächs:

 

Makava hat mittlerweile 13 Jahre Entstehungsgeschichte hinter sich. Wie viele Varianten hat es je gegeben?

Viele. Der Mate Tee war am Anfang schon sehr herb und hantig – folglich war auch das Feedback sehr gemischt. An der Bitterkeit haben wir gearbeitet und seit 2012 steht die finale Rezeptur. Makava ist aber in der Partyszene immer sehr gut angekommen – vor allem wegen des Koffeins, vor allem wegen der guten Mischbarkeit mit Spirituosen.

Wir haben einen sehr engagierten Abfüller gefunden – einen Familienbetrieb, für den die Zusammenarbeit mit uns auch eine neue Motivation darstellte. Von deren Seite floss sehr viel Aufwand in den Herstellungsprozess. Wie lange braucht der Aufguss, wie oft wird aufgegossen?

 

Was haben die Leute in der Anfangszeit gesagt? Die Eltern?

Die beiden Gründer haben sehr viel Unterstützung von den Eltern erfahren. Daher keine Probleme. Bei Großhändler kam öfter die Frage: Äh,Sonne?

 

Wir erleben in den vergangenen 10 Jahren einen Boom der Brause- und Erfrischungsgetränke. War es genau die richtige Zeit für Makava? Oder nicht?

Neue Produkte entstehen durch Bedürfnisse. Man soll das machen, von dem man denkt, dass es passt. Und bei Makava hat es genau gepasst.

 

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Aspekt eurer Philosophie. Wie kann ich mir das vorstellen?

Das Thema Nachhaltigkeit war schon immer Teil des Produkts. Vor allem was Zutaten und Glasflaschen betrifft. Wir entwickeln uns aber in allen Bereichen weiter. Ein paar Beispiele.

Das glänzende Papier der Etiketten durch Naturpapier zu ersetzen war ein ewig langer Prozess. Die Anlage musste umgerüstet, damit nicht alles verklebt. Ein großer Aufwand, aber ein weiterer Baustein.

Der Einkauf des Mate Tees erfolgt jetzt auch direkt. Wir reisen dieses Frühjahr nach Argentinien, um den direkten Kontakt aufzubauen.

Zur Zuckerung haben wir lange Fair Trade Zucker aus Zuckerrohr aus Afrika verwendet. Dann sind wie auf Österreichischen Biorübenzucker wegen der Transportwege und des CO2-Abdrucks umgestiegen. Da ist die Frage, was besser ist. Weil du das Zuckerrohr wieder zur Energiegewinnung nehmen kannst, es ganzjährig angebaut werden kann, müssen wir schauen, ob wir nicht wieder auf Zuckerrohr umsteigen.

Aber den genauen CO2 Abdruck unseres Produktes wissen wir nicht. Oft ist es schwer Zahlen zu bekommen und zu vergleichen. Wir erstellen gerade eine eigene Bilanz, um zu sehen, wo wir gut dastehen und wo nicht.

Und dann gibt es noch den Traum von einem der Geschäftsführer: die Mate Lieferung mit dem Segelschiff durchzuführen.

 MAKAvA-Flasche+Freistellpfad

Die Geschichte von Makava liest sich wie Erfolgsgeschichte mit vielen Spaßfaktoren. Gab es aber auch problematische Momente?

Seit 2012 steht Makava so wie wir es auch heute kennen (Rezeptur und Logo). Man lernt in der ganzen Zeit immer dazu und es gibt immer wieder Herausforderungen. Am Anfang wollten wir immer nur Mehrwegflaschen und haben uns im zweiten Schritt auch für Recyclingflaschen entschieden. Wir haben uns eingelesen und es gibt keinen Unterschied im Energieverbrauch. Aber die Entscheidung war nicht leicht.

 

Bei Makava ist die Wiedererkennbarkeit durch das Logo sehr groß. Die Sonne drückt für mich absolute Freude aus und der Auftritt hebt sich stark von anderen, durchdesignten Logos ab. Woher stammt die Idee?

Die Sonne passt zu uns, da wir nicht die Vorstellung haben, ein Getränkemagnat zu werden. Makava ist chillig und positiv. Zu Beginn hatten wir noch ein Schwammerl [Anmerkung der Redaktion: Pilz] als Logo an Anlehnung an den ‚Pilz des Lebens‘, den wir noch in unserer Zutatenliste hatten.

Doch auch die Sonne hat eine stete Entwicklung mitgemacht – beispielsweise mit einer Nase in den ersten Versionen. Wichtig in der Entwicklung ist die Visibility im Club.

 

MAKAvA-History - alle Label seit Anfang

Makava hat in Österreich eine Kooperation mit Absolut Vodka? Wie passen die beiden Marken zusammen, wenn Absolut – zu Pernod Ricard gehörend – kein nachhaltiges Unternehmen ist?

Absolut Vodka ist in Österreich sehr stark im Bereich Kunst und Kultur engagiert. Und hier haben wir zahlreiche Überschneidungen. Es ist angenehm, wenn man als kleiner Betrieb, Unterstützung erfährt.

 

Worauf achtet ihr in der Kommunikation und bei Kooperationen?

Party und Sustainability sind schwer kombinierbare Themen. Du findest zwar beides auf unserer Facebook Fanpage, aber die Partyschiene ist stärker ausgeprägt. Princess Sonnenschein ist das Makava Maskottchen und auch eine eigene Facebook Person. So gestalten wir die Ansprache persönlicher und agieren hier im kleineren, lokalen Rahmen.

Wir unterstützen zahlreiche Events, Veranstaltungen und Festivals. Hier schauen wir in der Auswahl der Kooperationspartner, wie und ob nachhaltig gearbeitet wird.

 

Makava hat eine demokratische Struktur und so verdienen beispielsweise alle Mitarbeiter ungefähr gleich viel. Wie funktioniert das?

Wir sind heute 10 Leute, aufgeteilt in die Bereiche Office, Vertrieb und Marketing. Alle 2 Wochen gibt es informelle Teammeetings. Am Anfang war es schwierig demokratisch zu sein und sich abzustimmen. Das geht nur, wenn das Vertrauen wächst.

Bei großen, finanziellen Sachen liegt die Entscheidung am Ende bei der Geschäftsführung – weil die beiden auch haften.

 Unser Team freut sich über sonnige zwei Millionen Flaschen MAKAvA 2014.

Wie hat es mit der Listung in den Supermärkte geklappt?

Wir haben in sehr vielen Punkten Glück. Mit Makava sind wir in der Gastronomie gestartet. Heute beliefern wir mittels Großhändlern wohl zwischen 900 und 1.000 Lokale in Österreich.

Spar Österreich war unsere erste Listung bei einer Handelskette. Für eine die Steiermark-Ausgabe einer österreichischen Tageszeitung waren wir Aufhänger für einen Bericht, wie schwer es Start-Ups im Handel haben. Und der Pressesprecher von Spar wurde mit den Worten zitiert, dass er bereit für Gespräche sei. Da haben wir angerufen.

Der Auftakt erfolgte auf lokaler Ebene in Graz in Filialen nahe der Uni und / oder in Filialen mit langer Öffnungszeit und jungem Publikum. Doch dabei bleiben wir unserer Philosophie treu.

Heute findest du Makavabei Spar, Denn’s, DM, etc.Wir haben in sehr vielen Punkten Glück. Mit Makava sind wir in der Gastronomie gestartet. Heute beliefern wir mittels Großhändlern wohl zwischen 900 und 1.000 Lokale in Österreich.

Spar Österreich war unsere erste Listung bei einer Handelskette. Für eine Grazer Tageszeitung waren wir Aufhänger für einen Bericht, wie schwer es Start-Ups im Handel haben. Und der Pressesprecher von Spar wurde mit den Worten zitiert, dass er bereit für Gespräche sei. Da haben wir angerufen.

Der Auftakt erfolgte auf lokaler Ebene in Graz in Filialen nahe der Uni und / oder in Filialen mit langer Öffnungszeit und jungem Publikum. Doch dabei bleiben wir unserer Philospohie treu.

Wir haben in sehr vielen Punkten Glück. Mit Makava sind wir in der Gastronomie gestartet. Heute beliefern wir mittels Großhändlern wohl zwischen 900 und 1.000 Lokale in Österreich.

Spar Österreich war unsere erste Listung bei einer Handelskette. Für eine Grazer Tageszeitung waren wir Aufhänger für einen Bericht, wie schwer es Start-Ups im Handel haben. Und der Pressesprecher von Spar wurde mit den Worten zitiert, dass er bereit für Gespräche sei. Da haben wir angerufen.

Der Auftakt erfolgte auf lokaler Ebene in Graz in Filialen nahe der Uni und / oder in Filialen mit langer Öffnungszeit und jungem Publikum. Doch dabei bleiben wir unserer Philospohie treu.

Was soll die Zukunft noch bringen?

Wir sehen Wachstum nicht als Prämisse an. Die aktuelle Größe ist eigentlich sehr passend. Viele Kunden und Fans fragen allerdings nach einem größeren Gebinde. Vielleicht ist das noch ein Projekt.