Stöckchen im Drink – die Nominierung zum ‚Liebster-Award‘

dirty dinner break @ restaurant day © vivi d'angelo (14)

dirty dinner break @ restaurant day © vivi d’angelo (14)

 

 

He drinks a Whiskey drink, he drinks a Vodka drink
He drinks a Lager drink, he drinks a Cider drink
He sings the songs that remind him of the good times
He sings the songs that remind him of the best times

(Quelle: Tubthumping ovn Chuwambawamba)

https://bildungstrinken.com/ ist ein neuer Podcast mit dem Thema hochprozentiger Weiterbildung. Grundsätzlich kein schlechtes Anliegen, da Halbwissen (geschmacklich) tötlich ist.

Die beiden Macher wurden für den ‚Liebster-Award‘ vorgeschlagen und haben 11 Fragen zum Thema Spirituosen zusammengestellt und reichen diese nun über den sozialen Tresen. Der Aufruf lautet, sich in 11 Fragen der eigenen Trinksucht zu stellen und das dargereichte – in meinem Fall von Annette und Petra – Stöckchen weiterzureichen. Was ich hier mit mache, da man nicht oft genug über das Thema Spirituosen sprechen kann. Siehe den #CraftSpiritSwap.

Was ist dein liebster Drink?

Kommt schwer auf die Tageszeit an. Am Vormittag ein Pimm’s, Petit Punch oder Americano. Vor dem Essen ein Pastis, Dirty Martini und nach dem Essen ein Dirty Mariandl, Rob Roy, Old Fashioned oder Gin Tonic. Oder einfach nur ein Obstbrand.

Sollte ich nur einen Drink auf einsame Insel mitnehmen dürfen, dann einen Negroni.

Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken?

Schwer zu sagen. Alkohol in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts war Flatrate und universal: Rüscherl, Inländerum vom Hofer (Aldi in Deutschland), Tequilabörse (Konzept: du kannst mit deinem Trinkverhalten den Preis des Tequilas beeinflußen. Je mehr du trinkst, desto günstiger wird er.), Getränke in Benzinkaninstern, und und und. Und ich habe nie nein gesagt.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?

Ich bereue alle Drinks in ‚Bars‘, die mehr Schein als Sein sind. All diese schmelzende Eiswürfelflut, falsche Gläser von irg, Schankpistolen, Premix-Long Island Iceteas, Hände als Mixutensilien … ach.

Bar oder Kneipe?

Falsche Frage. Das eine ist mit dem anderen nicht vergleichbar und erfüllt andere Zwecke – allerdings mit dem gleichen Ziel.  Einen schönen Abend mit ein paar Drinks oder Kurzen. Und mir gefällt ein klares Konzept – Bier und Korn – oft besser als der 17te Tannenzweig aus dem Nachbarsgarten in meinem Drink, der nach einem Rezept der Oma, die im Zweiten Weltkrieg als Partisan im Schwarzwald Suppe gekocht hat, geräuchert wird.

Champagner oder Schaumwein?

Aktuell ein Winzersekt von Franz Strohmeier aus der Weststeiermark. Genial!

Mit wem würdest du gerne trinken?

Amüsante Frage, mit der ich mich schon länger beschäftige. In einer freien Minute habe ich mir sogar eine Liste dazu erstellt https://einabsturz.wordpress.com/. Und jeder von uns sollte eine Liste führen!

Die Liste ist nach der Geburt meiner zweiten Tochter allerdings obsolet, da ich nur mit einer Person aktuell trinken gehen möchte: meiner Frau.

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Bei wem würdest du gerne trinken?

Bei jedem der Verständnis für einen guten Drink und was zu erzählen hat. Nach dem letzten Beitrag von Jörg Meyer aber sehr gerne im Lost in Grub Street in Berlin.

Wie sieht deine Home Bar aus?

Ein ’stummer Diener‘ mitten im Raum. Bis die Kinder lernten zu laufen. Seitdem eine dunkle Ecke in der Wohnung und ein Lager im Keller. Der aktuelle Stand ist sehr pragmatisch und setzt sich aus einem Bourbon, Wodka, Korn, Gin, Pastis, Haselnussschnaps, zahlreichen Bränden und Campari zusammen.

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Beschreib deine Eiswürfel.

Klassische Tiefkühlformen, Anker- und Seepferdchenformen.

Was ist deine Gin-&-Tonic Empfehlung?

Vielleicht ein wenig abseits der Norm: Wacholdergeist von Prinz aus der Steiermark mit Fevertree.

Wie bekämpfst du deinen Hangover?

Ich brauche nach einer langen Nacht, starke geschmackliche Eindrücke, die mich am Leben erhalten. Das Duschgel  meiner Frau, Bananensaft und ein Fiakergulasch. Rindsbrühe mit Pfeffer geht immer und im Zweifel ein kleines Bier.

Da das System nur leben kann, wenn man andere an Bord holt, geht der Aufruf jetzt an:

 

Anmerkung: die Artikel-Fotos sind im Rahmen des #DirtyDinnerBreaks entstanden. Einem Münchner Pop-Up Restaurant im Rahmen des http://www.restaurantdays.org. Gehet hin und macht mehr Pop-Up Restaurants, Supper Cluns oder gemeinsame Abendessen!