Bar jeden Trends

Nachdem ich in den letzten Wochen in drei anerkannten Medien Beiträge zu Cocktail- und Bartrends gelesen habe, verfolgen mich Durst, der Wunsch nach neuem und ein altbekannter Individualismus der Branche.

Herausragend finde ich die Leistung von Jörg Meyer – Bar Le Lion und The Boilerman Bar Hamburg – der aktuellen Ausgabe des Magazins Der Spiegel für seine Trendseiten die These zu verkaufen, dass es keinen Trend in einer guten Bar gäbe. Die Leistung begeistert mich umso mehr, da das Konzept der eigenen Bar als Trend verkauft und Eigenmarketing deluxe betrieben wird.

In der Tageszeitung Taz geht Helmut Adam, Herausgeber des Barmagazins www.mixology.eu, den einen Schritt weiter und prophezeit Trends für 2014: Manhattan, Wermut und Bitters. Zusammen mit einer historischen Herleitung der Barkultur in Deutschland, die Sinn macht und an der Jörg Meyer großen Bestandteil hat.

Und Reinhard Pohorec schließt in der Tageszeitung Der Standard den Bogen in die Zukunft, wenn er sich ebenfalls für Wermut, fortifizierte Weine wie Port, Sherry, Madeira sowie neue Techniken einsetzt.

Am Ende des Tages – oder dieser drei Beiträge – stehen drei Erkenntnisse. Es muss Trends geben, sonst geht die Welt unter. Jeder Barkeeper setzt seine eigenen Zeichen der Zeit. Wenn der Spruch ,We do not serve drinks, we serve guests‚, dann sollten wir Gäste auch die Zeichen der Zeit erkennen und / oder selbst dazu beitragen.

Ansonsten wünsche ich viel Genuss beim Lesen der Beiträge, trinken Sie auf jeden Fall einen Manhatten oder Negroni dazu. Meine Empfehlung für Wermut kommt aus Monschau

Americano

und alle Trendverweigerer sollten parallel zum Lesen der Interviews folgendes Lied laufen lassen: