Gabelbissen III*

Ihr kennt das sicher – unzählige Links und Berichte gebookmarkt und am Ende des Tages nur einen großen Sack Müll entsorgt. Denn nicht in jedem Produkt steckt Produktivität. Aber genau diesem Stichwort ist diese Ausgabe der Gabelbissen geweimdet!

Man sah den Beitrag schon in zahlreichen Blogs und es ist jetzt nicht die Krone meiner Schöpfung darauf hinzuweisen, aber die Rezeptideen auf Burger King und Mc Donalds Plakaten hat für mich immer noch eine sehr schöne kulinarisch anarchistische Note. Jetzt müsste man nur mehr mit so einem Plakat Feuer machen und anfangen zu kochen:

(Foto: Ludiwg Zweifel via StreetArt in Germany) Man lese auch www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/adbusting-rezepte-auf-die-plakate-von-mc-donalds-schreiben/ und schnappe sich Farbe und Pinsel.

Das Ende der Produktivität leutet das Lokal ‚Freies Neukölln‘ ein. Der Besitzer Matthias Merkle spricht über seine Idee, Ausverkauf, Problemzonen und Hippstertum in Berlin www.berliner-zeitung.de/ueber-berlin-reden/freies-neukoelln–das-ist-nicht-mehr-mein-berlin-,20812554,24989778.html. Nichts Neues und für zahlreiche Städte unbekanntes. Ich mag aber sein verzweifeltes Hinterfragen der Regeln der Gastronomie, wenn er sagt ‚Ich war neulich in einem Laden auf der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg. Da ist eine winzige Bar, in die sich viele Leute reinquetschen, die meisten stehen draußen, haben einen Wein für sechs Euro in der Hand und finden das cool. Läden, in denen man an Tischen sitzt, Platz hat, halbwegs preisverträgliches Bier zu sich nehmen und quatschen kann, werden immer weiter reduziert. Und wir lassen uns auch noch erzählen, dass das irgendwie hip ist.

Passend dazu hat mein Kollege Jan-Peter vom Nomyblog sich aber für 2014 Gedanken gemacht und 10 Trends der Gastro-Produktivität definiert www.nomyblog.de/nomyblog/10-gastronomie-trends-2014/. Alles sehr Party- und Eventgetrieben, aber seit #nolympia in München weiß ich, dass wir in die Phase einer exzessiven Eventkultur eingetreten sind.

Produktivität ist auch von Social Community Managern gefragt, wenn es darum geht die Konsumenten durch Angebote und Emotionen durch die sozialen Kanäle zu treiben. Dazu ein schöner Beitrag von Michael Müller mit dem Beispiel von Kelloggs im Shitstorm nach einem missverständlichem Tweet www.basicthinking.de/blog/2013/11/11/kelloggs-im-shitstorm-wieso-social-media-marketing-ein-schmaler-grat-ist-und-worauf-es-wirklich-ankommt-ein-leitfaden/. Neben Mehrwert und Emotion füge ich aber als dritten Punkt noch die Neugierde zu der Aufzählung hinzu.

Für mich ein wenig überraschend hat sich Berlin aktuell zu einem kulinarischen Kosmos in Deutschland entwickelt, der seines Gleichen sucht. Ich sehe in keiner anderen Stadt so viele Supper Clubs, Events, Food Trucks, Start Ups und andere Schnapsideen. Herzlich gerne weise ich in diesem Zusammenhang auf die Veranstaltung http://destilleberlin.de/markttag/ vom 21. bis zum 21. November hin. Ein Festival der Craft Spirituosen, die im Schatten der Craft Beers Anlauf nehmen.

Für alle anderen Städte als Leseempfehlung zum Aufholen ‚The new role of food‘ www.fastcompany.com/3021112/rachel-hofstetter-the-new-rules-of-food.

So, jetzt waren wir produktiv genug. Damn it – wir brauchen etwas Leichtes zum Abschluss. Dies gelingt mit zwei spannenden kulinarischen Projekten, die man am besten miteinander genießen soll.

So starte man das Video ‚Pfaelzer Tapas mit Bio-Botschafterin Alexa Iwan‘ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

und lese parallel den Text zum Kochbuch von Christoph Brand von den Fliegenden Köchen, der mit bekannten deutschen Rappern zusammen gekocht hat. Yolo! http://www.welikethat.de/2013/11/13/kochen-unplugged-das-erste-deutschrap-kochbuch/?