Gabelbissen I*

Die Erde dreht sich immer schneller, nur Amerika erliegt dem Shutdown, Themen kommen auf und verschwinden wie das Laub von den Bäumen vor meiner Haustür. Genug der salbungsvollen Worte, hinein in die spannendsten Gabelbissen der letzten zwei Wochen.

Ich bin einer großer Freund gemeinsamer Erlebnisse und mich verstören ‚elitäre‘ Aufhäufungen von Wissen und Interessen hinter künstlichen Mauern. Nun spiele ich nach dem Flop der Barparade mit dem Gedanken ‚Des ersten Münchner Schnapsstammtischs‘ und kann schon mal auf die Jungs von http://www.tasteup.de/2013/09/16/tasteup-session-auf-dem-barcamp-stuttgart/ verweisen, die hier entsprechend vorgehen.

So war ich am Anfang auch noch vom neuen Slowfood Restaurantführer begeistert – hier ein Interview mit dem Initiator Wieland Schnürch – nach dem Blick auf ganze drei Lokale aus München, die auf der Landkarte auch noch nicht genannt werden, verebbt diese aber. Wissen verkaufen zu wollen ist eine gute Sache, dient aber nicht der guten Sache das gute Essen zu proklamieren und in die Welt zu tragen. Damit wird man scheitern.

Auf tragische (persönliche) Weise ist auch Guido Barilla mit seinen Aussagen zu homosexuellen Testimonials gescheitert. Neben Sixt nehmen aber auch Unternehmen aus der Lebensmittelbranche solche Aussagen kommunikativ auf: http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Barilla-Affaere-So-reagiert-die-Konkurrenz_117005.html. Politisch brisante Themen sind dabei aber ein noch Mal schwierigeres Momentum und umso bemerkenswerter finde ich die Idee von Red Bull zum Shutdown in den USA:

Capitol wings

Wer mit der Flügel verleihenden Brause nichts anfangen kann, dem sei der Artikel über das Start Up Braufäßchen empfohlen: http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/bier-selbst-brauen-studenten-verkaufen-bierbrausets-fuer-zuhause-a-919602.html. Die Idee, das deutsche Reinheitsgebot auszuhebeln und unterschiedlichste Geschmacksvarietäten anzubieten schmeckt nicht allen, ist aber erfolgreich. Besonders wenn man bedenkt, dass hier noch nebenberuflich Studenten am Werk sind.

Und noch ein Nachtrag in eigener Sache. Ich hatte in einer der vergangenen Posts den Wettbewerb ‚Tanz den Obazda Style‘ von Alpenhain vorgestellt. Auf fantastische Weise haben 14 Leute teilgenommen und diesen geistigen Hirnplattler aufgegriffen: http://www.youtube.com/playlist?list=PL4BKoNr_q7_kabQfVO1dQcB6Q8L3R_41T.

Zum Abschluss kommt der wahre Beef. Ich glaube, die Szene ist nicht sonderlich groß, aber es existieren Blogs die sich rein dem Thema Metzgerei und Fleisch widmen. Sandra Schröder ist eine dieser Unikate und hat die ‚Dry‘-aged‘ und ‚Wet-aged‘ Steaks von Netto getestet: http://sandraschroeder.de/dry-and-wet-aged-von-netto/.

(* Mich hat dieses ‚Gabelbissen der KW xy nicht mehr glücklich gemacht  – folglich beginnt die Neuauflage jetzt einfach mit numerischer Überlegenheit.)