5 Gänge mit Heimo Tscherne

Wenn man sein eigenes Blog an den Start bringt, dann sollte man auch kurz seine eigene Person auf die Bühne lassen und erklären, was man möchte. ‚Hallo ich bin ‚ Nach einer kurzen Einführung meiner Befindlichkeiten, möchte ich aber in Zukunft Personen auf die Bühne bitten, die mit ihren Ideen und Engagement rocken. Stay tuned.

1/ Was ist der Hauptantrieb für die Gründung deines Blogs?

Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation. Lebensmittel und Spirituosen werden meist undifferenziert wahrgenommen und dargestellt. Zwei bizarre Szenarien:

Produzenten sind gut oder böse. Dazwischen ist wenig Spielraum – vor allem in der medialen Darstellung. Die Klaviatur der Schwarz-Weiß-Tasten beherrschen aber auch NGOs und Interessensvertretungen und polarisieren gekonnt.

Zweitens der Konsument: wollen wir jetzt billig um jeden Preis, aber keine toten Massentierhaltungstiere? Wie biologisch kann die Teltower Biokarotte sein, dass ihr CO2 Abdruck meinen Mercedes aufwiegt? Ist der Konsument jetzt aber mündig oder folgt er den Flötentönen der Versuchung?

Zufriedenheit mit der aktuellen Situation. Das bestehende System von Produzenten und Konsumenten hat zweifelsohne Schwächen und Stärken. Wer aber etwas im großen oder kleinem ändern möchte, der hat jetzt die Möglichkeit dank Publikumsinteresse und der Reichweite sozialer Medien etwas zu schaffen. Darunter verstehe ich allerdings das konstruktive Aufsetzen neuer Inhalte – siehe Foodblogs, essbare Start-Ups, Konferenzen – und nicht die destruktive Einbahnstraßenkritik.

2/ Warum schreibst du über Essen / Trinken / Gastronomie?

Im Alter von 18 Jahren endete meine schulische Laufbahn. Ich begann in der Gastronomie zu arbeiten, zog von zu Hause aus und hatte grundsätzlich Hunger und Durst. Drei Zutaten für mein Interesse an kulinarischen und gastronomischen Themen. Was mich begeistert sind zudem Personen, die sich mit einer Idee für gute und intelligente Produkte selbstständig machen. Die den Willen haben, die Grenzen des Geschmacks zu überschreiten.

3/Welche Überlegungen spielen bei dieser Aktion eine Rolle?

Ich kann ein Blog aufsetzen und schreiben. Darüber hinaus fehlte mir eine bestehende, deutsche Informationsquelle. Disguised as fork and knifes soll ein unpassendes Wortspiel dafür sein, dass wir selber das Besteck für den Alltag und die Zukunft in den Händen halten.

4/ Hast du weitere Ziele?

Am Ende des Gedankengangs steht Foodbarcamp um neues Verständnis und die Möglichkeiten gemeinsam zu entdecken. Aktuell geht es wohl um den Abbau überschüssiger Energien.

5/ Ein Blick in die Zukunft bitte.

Das Ziel ist eine Plattform für positives Engagement und geile Ideen. Wir brauchen mehr Punk und Rock’n’Roll beim Essen und Trinken. Zwang soll der goldenen Windbeutel der Vergangenheit sein.