Essbare Unternehmensgründungen

In einem seiner Werke beschreibt der Schriftsteller Henry Miller einen Freund, der ein Buch schreiben möchte. Jede Nacht träumt er dabei von den Orten, Städten und Persönlichkeiten, die er erschafft und noch erschaffen möchte und über dieser Mammutaufgabe scheitert er daran, jemals sein Werk zu beginnen noch zu vollenden.

In einer interessanten Diskussion auf Twitter zu Start Ups in Deutschland – allgemein, nicht spezifisch – hat sich in einer sehr kleinen Runde das Bild ergeben, dass Gründergeist keine grundlegende deutsche Tugend ist. Wobei die deutsche Berufslandschaft und das Sicherheitsdenken gepflegt werden wie Schrebergartenkolonien. Dabei war ich nur auf der Suche nach Beispielen für Start Ups im Food Bereich – und die sollte es doch geben. Als Leser der Brand Eins bekommt man ja das melancholische Gefühl, dass Firmen noch entstehen und Berlin soll neben zahlreichen anderen Blasen auch eine für Tec Start Ups reserviert haben.

Der Gedanke kam beim Blick über den großen Teich und nach England, wo Start Ups im Food und Beverage Bereich – sorry für die Anglizismen, ich suche dafür noch die passende Formulierung – zahlreich sind und keine Grenzen kennen. Hier bietet vor allem http://ediblestartups.com/ interessante Einblicke – ebenso wie XConomy.  Neben den Start Ups ist auch ein zweites Phänomen entstanden: die Förderung und Zusammenführung von kulinarischen Neugründungen. Dies funktioniert über Vereine wie www.localfoodlab.com – siehe auch Link – oder via Crowd Funding.

Nicht, dass es dies in Deutschland nicht gibt – siehe Premium Cola mit all seinen Ansprüchen oder  das Crowd Funding Projekt Haeppie – aber man übersieht diese leicht, außer der Erfolg spült sie brausemäßig nach oben. Denn zu viele jagen ihren Wünschen nur in ihren Träumen hinterher.

Um den Beweggründen, Antrieben und Problemen auf den Grund zu gehen, möchte ich regelmäßig Start Ups aus dem Food und Beverage Bereich kurz mit einem Interview vorstellen. Als Appetizzer für alle, die davon träumen ständig selbst zu sein.

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Dieser Beitrag wurde am Oktober 7, 2012 um 8:51 nachmittags veröffentlicht. Er wurde unter Themen abgelegt und ist mit getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

2 Gedanken zu “Essbare Unternehmensgründungen

  1. Darf es auch ein Online-Projekt mit B&F-Bezug sein? Ich bin Foodie und Netzwerkerin mit fachlichem Schwerpunkt in Webentwickung. Aus diesen Elementen habe ich ein Onlineprojekt (eigentlich mehrere, aber dieses ist bereits vorzeigbar) gestartet.
    Ich habe einen kulinarischen Stadtplan für Berlin in’s Leben gerufen, in welchen vornehmlich in Berlin ansässige food-affine Blogger (plus einige Journalisten) ihre Empfehlungen in Sachen Food und Drink eintragen und ihre Reviews verlinken können.
    Das Projekt dient dem Durchblick im kulinarischen Dschungel, Förderung kleinerer Manufakturen und verantwortungsvoller Händler, aber auch der Vernetzung und Unterstützung der beteiligten Blogs. Die URL ist: http://berlin-food.info

  2. Danke für den Hinweis. Ja, das ist auch ein Online-Projket, das sehr gut in die Aufzähkung passt!

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